 |
DER HERSTELLUNGSPROZESS EINER COMPACT DISC
1. Glassmastering / Stamper:
Der Inhalt einer CD, den so genannten Premaster, wird über einen industriellen Brenner (LBR für Laser Beam Recorder genannt) auf eine mit einer lichtempfindlichen Harzschicht überzogene Glasscheibe übertragen. Dann wird eine 100 nm feine Silberschicht auf die Oberfläche des Glasmasters gesprüht, welche genau der Kodierung folgt, welche durch den LBR erstellt wird.
Die Qualität der Kodierung wird mit spezifischen Geräten sorgfältig überprüft.
2. Galvanisierung
Das Glasmaster (dessen Silberschicht die Funktion einer Kathode übernimmt) wird dann in ein elektrolytisches Bad mit einer Nickel-Anode getaucht. Beim Stromdurchgang werden von dieser Anode Nickelatome abgerissen, die sich dann auf der Kathode niederlassen und dort eine homogene Nickelschicht bilden. Hat diese Schicht die gewünschte Dicke (bzw. Dünne) erreicht, wird die Nickelscheibe von der Glasplatte gelöst. Die auf der Oberfläche des Glasmasters befindlichen Informationen werden dabei zerstört. Die so gewonnene Nickelscheibe, genannt „Stamper“ (oder Vater), enthält das Negativabbild der Digitalkodierung, die sich auf dem Glasmaster befand. Aus Sicherheitsgründen wird vom Vater wieder eine Negativkopie hergestellt, die Mutter, die zur Herstellung von Reserve-Matrizen bei Grossauflagen dienen kann.
3. Einspritzung / Pressung
Nachdem die Rückseite des so erstellten Stampers geschliffen und dieser auf das endgültige Format zugestanzt wurde, wird er in die Spritzgussmaschine montiert. Darin wird eine Scheibe aus Polycarbonat erzeugt, die dann bereits die digitale Kodierung des Masters enthält. Der Kunststoff Polycarbonat wird aufgrund seiner hervorragenden Transparenz, optischen Reinheit und konstanten Reflexionsrate verwendet.
4. Metallisierung / Druck
Anschliessend wird die kodierte Seite der CD mit einer dünnen Aluminiumschicht (40 bis 50 nm) versehen; diese Reflexionsschicht ist für die spätere Laserabtastung der CD unerlässlich. Danach wird ein Schutzlack unter Rotation der CD gleichmässig auf dem Aluminium verteilt („abgeschleudert“); am Ende des Herstellungsprozesses werden dann noch die visuellen Elemente (z.B. Label) im Sieb- oder Offsetdruckverfahren aufgedruckt. |
|